DIE DARSTELLUNG DES SCHLAFZIMMERS VON KARL VII. IN DER KÖNIGLICHEN FESTUNG VON CHINON …

 

Karl VII. hatte zwei Schlafzimmer mit je einem Bett: das Paradeschlafzimmer als Schauplatz des öffentlichen und politischen Lebens, in dem er Audienzen gab und Botschafter empfing, und außerdem das Privatschlafzimmer (in dem Sie gerade sind), durch das Privaträume wie der beheizte Rückzugsraum und die Latrinen zugänglich waren. 


Die möblierte Rekonstruktion des Privatschlafzimmers von Karl VII. ist das Ergebnis einer aufwendigen Arbeit aus Dokumentstudien und Kunsthandwerk. Dazu hat die Firma Tancoigne-Ébéniste als originalgetreue Nachbildungen von Modellen, die in Museen stehen oder auf Miniaturbildern aus der Mitte der 15.

 

Jahrhunderts abgebildet sind, ein Bett, einen Stuhl (Sessel), eine Kiste, einen Tisch und eine Bank gefertigt. Die Nachbildung der Stoffe, die das ganze Bett bedeckt hatten, wurde der Spezialistin für alte Textilien Catherine Mangou anvertraut.

 

 


... EIN EINZIGARTIGES BEISPIEL KÖNIGLICHER MÖBLIERUNG IM 15. JAHRHUNDERT


Die Möblierung des Logis von Karl VII. in der Burg von Chinon, die der Herrscher im zweiten Viertel des 15. Jahrhunderts regelmäßig bewohnte, konnte dank der Konten für laufende und außergewöhnliche Ausgaben der königlichen Argenterie, die vor allem den Kauf von Möbeln und Textilien belegen, rekonstruiert werden.

 

Die Konten liefern Details über die Ausgaben der Jahre 1458–1459, und zwar monatlich und nach großen Posten wie Tüchern aus Wolle, Gold und Seide, Wäsche, Kisten, Koffern und Truhen etc. geordnet.